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Drei Beispiele für Pulverbeschichtungen

Atelier Alinea

Für Aussenbeschichtungen wähle man Pulver mit speziellem UV-Schutz, erklärt Manfred Jerney von Atelier Alinea. Ein solches setzt er beispielsweise beim Loungetisch (Bild) ein. Um die spätere Haftung der Beschichtung zu verbessern, erhalten die Bleche aus Zincor-Material vorab eine Phosphatierung. Durch den Vorgang entsteht auf der Substrat-Oberfläche eine kristalline Struktur.
Beschichtet wird zweimal. Auf die Polyflex-Grundierung auf Epoxy-Basis folgt ein farbgebender Überzug desselben Herstellers auf Polyester-Basis. Für die Pflege der seidenmatten Oberfläche empfiehlt Atelier Alinea das hauseigene Pflegeset. Keinesfalls dürfen kratzende Materialien eingesetzt werden. Durch das fachgerechte und regelmässige Nähren der Pulverbeschichtung kann der Benutzer ein Auskreiden oder Ausbleichen derselben verzögern.

Zumsteg Switzerland

Beim Outdoor-Label Zumsteg aus der Willisau Group sind Möbel wie die «Iconic»-Lounge (Bild) nicht nur in klassischem Edelstahl erhältlich, sondern auch in einer Vielzahl von Farbvarianten. Möglich wird dies durch eine hochwertige Pulverbeschichtung, die in Zusammenarbeit mit einem regionalen Partner realisiert wird.
Die Basis bleibt dabei stets gleich: Edelstahl. Ganz bewusst verzichtet Zumsteg in der eigenen Fertigung auf normalen Stahl – nicht zuletzt, um Flugrost konsequent zu vermeiden. Gleichzeitig überzeugt Edelstahl im Aussenbereich durch seine Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit. Selbst wenn die Beschichtung im Laufe der Zeit Gebrauchsspuren zeigen sollte, bleibt die Konstruktion korrosionsbeständig.
Ein wesentlicher Teil der Qualität entsteht bereits in der eigenen Werkstatt: In der hauseigenen Metallverarbeitung bereitet man die Rahmen mechanisch vor, danach gibt man sie zur Beschichtung weiter. Ein UV-beständiger Polyester-Pulverlack sorgt für die gewünschte Farbgebung und zusätzlichen Schutz.

Bigla

Die Firma bigla in Huttwil hat eine eigene Pulverbeschichtungsanlage. Die Werkstücke durchlaufen die Anlage auf einem vollautomatischen Track-Shuttle-Transportsystem mit 45 jeweils 3 Meter langen Warenträgern, 6-fach parallel angeordnet. Verschiedene Pulverfarben werden hier appliziert, unter anderem Metallic-Farben, Strukturfarben oder helle, glatte Farbtöne, welche gemäss Abteilungsleiter Jacek Kempka in der Applikation besonders hohe Anforderungen stellen. Mittels einer Phosphatierung des Werkstücks bereitet man eine gute Haftung vor. Danach wird die Pulverbeschichtung auf Polyester-Basis eingebrannt. Die Schichtdicke beträgt 60 bis 80 Mikrometer, als Oberfläche wählen die Verantwortlichen meist eine matte Feinstruktur; zum Beispiel beim Raumgliederungssystem «teta». Durch die Verbindung von Stahlblech, Akustikelementen und beschreibbaren Oberflächen passt sich «teta» den Bedürfnissen von Mensch und Raum an. Die Pulverbeschichtung der Metallteile sorgt für Widerstandsfähigkeit.