Die Zentralschweizer Firma Karl Omlin hat sich einen Namen mit modularen Möbelprogrammen für Büros, Studios und Jugendzimmer gemacht. Mit dem Programm «Setup» will Omlin nun auch die offenen Wohnbereiche und die Schlafzimmer erobern. 2026 kommen neue Farben hinzu.
Kaum ein Raum verändert sich so schnell wie das Jugendzimmer: Eben noch spielte ein kleines Kind darin, nun braucht der Bub einen Tisch und einen Rollkorpus für die Schularbeiten, er möchte ein zusätzliches Bett für seine Freunde und wird schon bald neue Wünsche haben: zum Beispiel ein grösseres Regal oder ein längeres Bett. Bei dieser ständigen Veränderung droht das stilistische Chaos im Jugendzimmer. Doch es geht auch anders. Mit ihren modularen Möbelprogrammen bietet die Obwaldner Firma Karl Omlin die Möglichkeit einer geordneten und stimmigen Weiterentwicklung von Räumen.
Klapp-, Schubladen- und Etagenbetten
Alles begann mit einer kleinen Schreinerei in Sachseln (OW), welche die Brüder Karl und Walter Omlin kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gründeten. Geld verdienten die Omlins während des Kriegs vorallem mit Munitionskisten, die sie im Auftrag der Schweizer Armee aus Holzlatten zimmerten. Ab 1956 begannen die Brüder Möbel zu bauen. Dabei entwickelten sie auch innovative Bettlösungen für Jugendzimmer und Studios sowie für Gruppenunterkünfte wie Jugendherbergen, Heime oder Hotels: Die verschiedenen Klapp-, Schubladen- und Etagenbetten aus Schweizer Holz avancierten bald zu Klassikern.
Modulare Möbelprogramme
Noch aber fehlten umfassende Möbelprogramme: Diese wurden ab 1980 von den drei Söhnen von Karl Omlin, Käri, Ruedi und Fredy, entwickelt. Mit den Linien «Color» und «Window» bot die Firma nun eine breite Möbelpalette an – vom Bett über den Korpus, das Regal und den Schrank bis zum Sideboard und der Garderobe. Die einzelnen Komponenten zeigen dabei eine gemeinsame Handschrift, wodurch sie viel Spielraum beim Einrichten bieten. Und: Die Programme sind modular aufgebaut. Ihre Grundelemente gibt es in unterschiedlichen Höhen, Breiten und Tiefen, was sie nahezu beliebig kombinierbar macht.
Seit 2013 ist mit den beiden Cousins Markus und Jonas die dritte Omlin-Generation am Ruder. Sie lancierte 2021 das Möbelprogramm «Setup». «Wir wollten mit dieser Linie eine neue Farbwelt bieten», erklärt Jonas Omlin (37). Schlichtere Töne, die in die modernen Wohn- und Schlafräume passen. Auch die deutlich dünneren Abdeckplatten und die schlankeren Füsse (bei den Betten) verleihen den «Setup»-Möbeln einen zeitgemässen Touch. «Das kommt gut an», sagt Jonas Omlin. Die beiden bunteren Kollektionen «ColorFun» und «ColorOffice» hingegen werden künftig nicht mehr produziert.
Bettrahmen aus Schweizer Holz
Karl Omlin beschäftigt aktuell 22 Mitarbeitende, viele davon arbeiten in der Möbelwerkstatt. Hier werden u.a. Bettrahmen für die Serien «Setup» und «Window» gefertigt. Die Rahmen bestehen aus melanimbeschichteten Spanplatten, die Swiss Krono in den gewünschten Deckfarben liefert. Seit Januar 2026 bietet Karl Omlin die «Setup»-Betten neu auch in der Farbe Crème an, und «Eiche artisan», bisher nur für Fronten (z. B. Türen, Schubladen) und Abdeckplatten erhältlich, steht seit dem neuen Jahr auch für Betten zur Verfügung.
