HomeBlogAktuellBlogBildungDrei Berufe, ein Name, eine Zukunft – die Revision biegt in die Zielgerade

Drei Berufe, ein Name, eine Zukunft – die Revision biegt in die Zielgerade

Nach drei Jahren intensiver Arbeit mit Fachkräften aus allen betroffenen Berufen steht die Revision der Ausbildungen Industriepolsterer EFZ, Raumausstatter EFZ und Wohntextilgestalterin EFZ kurz vor dem entscheidenden Schritt: dem Antrag für das behördliche Ticket. Ein neuer Name, eine neue Identität – und grosse Chancen für die gesamte Branche.

Ein Name für eine neue Ära
Der künftige Beruf wird schweizweit unter dem Namen „interieurdesigner“ geführt. Diese Bezeichnung ist kein blosses Rebranding – sie ist eine Aussage. Sie verbindet die handwerkliche Tradition, die diese Berufe seit Generationen prägt, mit der Moderne und den Anforderungen der heutigen Märkte. Der Name ist verständlich, zeitgemäss und signalisiert nach innen wie nach aussen: Dieses Handwerk steht für Qualität, Gestaltung und Kompetenz.

Drei Jahre – ein Meilenstein
Die Revision war kein einfaches Unterfangen. Über drei Jahre hinweg haben Fachkräfte aller betroffenen Berufe gemeinsam analysiert, diskutiert und entwickelt. Das Ergebnis ist ein Bildungskonzept, das den realen Berufsalltag widerspiegelt, berufliche Perspektiven schärft und die Ausbildung auf solide Grundlagen für das 21. Jahrhundert stellt. Nun steht der formale Antrag zur Genehmigung durch die zuständigen Behörden bevor – ein Meilenstein, auf den alle Beteiligten mit Recht stolz sein dürfen.

Vernehmlassung und Informationsoffensive
In den kommenden Monaten folgen zwei wichtige Etappen: die Vernehmlassung – also die formelle Anhörung der betroffenen Kreise – sowie eine breite Informationsoffensive. Mitglieder, Betriebe und Bildungsverantwortliche werden umfassend über die Neuerungen informiert. Ziel ist es, Klarheit zu schaffen, Begeisterung zu wecken und allfällige Fragen frühzeitig zu beantworten. Der Verband begleitet diesen Prozess aktiv und stellt alle notwendigen Unterlagen und Kommunikationsmittel bereit. Zwischenzeitlich können die Berufe weiter und unverändert ausgebildet werden.

Berufsbildungsfonds Wohnen: Neue Mengengerüste, neue Beiträge
Mit der Revision geht auch eine Anpassung der Beiträge aus dem Berufsbildungsfonds Wohnen einher. Neu werden die Beiträge für alle betroffenen Berufe plafoniert und verbindlich neu festgelegt. Ausschlaggebend für diese Anpassung ist der Beitritt zweier weiterer Berufe: des Detailhandelsfachmanns EFZ und der Detailhandelsassistentin EBA. Durch die Erweiterung des Mengengerüstes verändern sich die Berechnungsgrundlagen spürbar – was zu Korrekturen bei den Fondsbeiträgen führen wird. Über die konkreten Auswirkungen werden die Mitglieder rechtzeitig und transparent informiert. 

Ein mutiger Schritt in die Zukunft
Die Revision ist mehr als eine administrative Anpassung. Sie ist ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung und zur Relevanz dieser Berufe in einer sich wandelnden Branche. Die Umstellung mag anfänglich Gewöhnung erfordern – doch der Aufwand lohnt sich. Wer heute nicht in die Zukunft investiert, verpasst die Chancen von morgen. Der Verband ist überzeugt, mit diesem Schritt den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, und dankt allen, die diesen Prozess mit ihrem Wissen, Engagement und Durchhaltewillen getragen haben.